Hirschkind-Mode

Unsere gesamte Kleider-Kollektion ist aus Bio-Baumwolle. Dies ist nicht nur gut für die TrägerInnen der Kleidung, sondern auch für diejenigen, die die Baumwolle anbauen und ernten und nicht täglich mit Pestiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln konfrontiert sind. Weitere Infos zum (Bio-)Baumwollanbau findet Ihr hier.

Unsere Kleidung wird in Indien (T-Shirts) und in Kenia (Longsleeves, Röcke, Babybodies) hergestellt. Im Folgenden möchten wir Euch mehr ünber die Produktionsorte berichten.     Foto: Copyright Jörg Boethling/www.visualina.de


Hirschkind-Shirts aus Indien

 

Unsere T-Shirts werden aus fair gehandelter indischer Biobaumwolle (FAIRTRADE-zertifizierte Biobaumwolle) hergestellt. Die T-Shirts werden bei Armstrong Knitting Mills, einer vorbildlichen Fabrik in Tirupur/Indien aus produziert. Die Fabrik ist FAIRTRADE-, GOTS- und SA8000-zertifiziert und bezüglich ihrer Umweltstandards ebenso vorbildlich. So verfügt sie über eigene Wind- und Solarenergie-Erzeugung und arbeitet zu 100% mit Ökostrom. Armstrong Knitting Mills übernimmt sowohl das Spinnen des Garns, das Weben der Stoffe, das Färben als auch das Nähen der Shirts.

Für das Färben der T-Shirts werden ausschließlich umweltfreundlich Farbstoffe und GOTS zugelassenen Chemikalien verwendet. Der gesamte Ablauf ist so, dass die Belastung für die MitarbeiterInnen und die Umwelt so gering wie möglich gehalten wird. Die Fabrik verfügt für die einzelnen Produktionsschritte über modernste Maschinen. So ist nicht nur eine präzise Produktion sichergestellt, sondern auch dass Näherinnen und Näher einen Arbeitsplatz erhalten, der ihnen eine gesundheitsfreundliche Arbeitsweise ermöglicht.

Die Fabrik zahlt ihren Angestellten nicht nur faire Löhne von denen sie leben können (was alles andere als selbstverständlich ist), sie engagiert sich darüber hinaus für ihre ArbeiterInnen und die umliegenden Dörfer: So wird die medizinische Versorgung in Form von Augen-Zentren, einer mobilen Klinik und durch präventive Maßnahmen wie einem Aufklärungsprogramm zum Thema AIDS und Yoga Kurse unterstützt. Durch Sponsoring umliegender Schulen wird das lokale Bildungssystem gefördert und unterstützt. Hier könnt Ihr Euch die Seite der Fabrik, in der die Shirts produziert werden, anschauen.

 

Die T-Shirts tragen sowohl das FAIRTRADE-Label von Transfair (wie Kaffee) als auch ein Zertifikat für Biobaumwolle.

Der Einsatz fair gehandelter Baumwolle bedeutet, dass kleinen BaumwollfarmerInnen, die sich zu Kooperativen zusammengeschlossen haben, faire und stabile Preise i.d.R. über Weltmarktniveau für ihre Baumwolle bezahlt wird. Zusätzlich wird eine Transfair-Prämie bezahlt, die die BaumwollbäuerInnen in gemeinschaftliche oder Umweltprojekte investieren können.


Röcke, Longsleeves & Babybodies aus Kenia

Unsere Röcke, Longsleeves sowie den größten Teil der Babybodys lassen wir in der kleinen Näherei Kiboko Leisure Wear in Kenia produzieren. Kiboko liegt am Rand von Nairobi und wurde von der Deutschen Sabine Huester vor rund 20 Jahren gegründet. Bis vor Kurzem war die Näherei noch durch GOTS zertifiziert. Da sie derzeit leider zu wenig KundInnen mit Interesse an Bio-Baumwolle haben, können sie sich derzeit das GOTS-Zertifikat nicht mehr leisten. An den Bedingungen hat sich dadurch natürlich nichts geändert.

Kibiko hat aber nun - was im Textilbereich äußerst selten ist - das Zertifikat der World Fair Trade Organization bekommen (WFTO), was eigentlich noch viel besser ist. Denn dies bedeutet, dass die Produkte als "Fair Trade garanteed products" zertifiziert sind. Wir als AuftraggeberInnen von Kiboko haben das First-Buyer-Zertifikat der WFTO beantragt und bekommen.

Bei Kiboko arbeiten derzeit 45 Frauen und 25 Männer. Viele von ihnen sind schon von Anfang an dabei und empfinden Kiboko als "Große Familie". Aus diesem Grund ist die Fluktuation dort sehr gering. Kiboko zahlt ein Gehalt, das leicht über dem - für Afrika recht hohen - Kenianischen Mindestlohn liegt. Ein höheres Gehalt ist aufgrund der Auftragslage im Moment (noch nicht) möglich. Die Angestellten haben eine Krankenversicherung, bezahlten Urlaub, eine Rentenversicherung und bezahlten Schwangerschaftsurlaub sowie für die Männer 2 Wochen Vaterschaftsurlaub. 

Dies alles sind keine Selbstverständlichkeiten in der afrikanischen (oder asiatischen) Textilindustrie.

Um das Gehalt der Angestellten bei Kiboko noch etwas zu verbessern, zahlen wir seit Herbst 2016 für jedes Kleidungsstück, das wir bei Kiboko fertigen lassen zusätzlich 0,50 Cent. Dieses Geld fließt in einen Sozialfond, der am Ende des Jahres an alle Angestellten ausgeschüttet wird. Bald könnt Ihr hier erfahren, was die Angestellten mit dem zusätzlichen Geld machen. Auf den Fotos seht Ihr ein paar der Angestellten von Kiboko: Fred, Rhoda, Njoroge und Rahab.

 

Die zertifizierte Bio-Baumwolle für die verwendeten Stoffe stammt aus Tansania. Pestizide, Kunstdünger und Entlaubungsmittel kommen hier nicht zum Einsatz. Die Baumwolle wird von Hand geerntet und ist garantiert gentechnikfrei. Das Foto unten stammt von einem der Felder in Tansania, von denen die Biobaumwolle stammt. Der Fotograf Jörg Boethling hat die Bauern besucht und dort Fotos gemacht.

Des Spinnen, Weben und Färben des Stoffes geschieht bei Sun Flag in Tansania, einem sehr vorbildlichen Betrieb, der nach Bio-Richtlinien arbeitet.

Einige der Babybodies, die wir mangels passender Farben, noch nicht bei Kiboko beautragen können (pink & schwarz) werden bei Sunflag selbst hergestellt.

Foto: Copyright Jörg Boethling/www.visualina.de